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Pressestimmen

“Sie, groß, schlank, divenhaft in einem schulterfreien bunten „suprematitischen“ Kleid, er klein, verschmitzt, Grau-in-Grau. Polarer gehts kaum. (…) Die beiden haben nicht nur vokal agiert, sondern mit dem ganzen Körper gearbeitet, ihn zu einem musikalischen Instrument gemacht, ein imaginäres Drama, eine abstrakte Oper inszeniert. (…) Immer standen neben großen Gesten und echtem (?) Pathos auch viel Humor, Augenzwinkerndes, Absurdes. Beide Künstler haben sich vollkommen auf das oft bizarre KW-Material eingelassen (es gab viele unindentifizierbare „Klopfsignale“ und „Geisterstimmen“, aber auch Technobeats und herrliche Schlagerschnulzen), und es entlang der Partitur aufgenommen und transformiert. (…) Daraus erwuchsen dann wirklich immer wieder Momente von umwerfender Schönheit, z. B. geflötete Duette (aus dem KW-Pfeifen abgeleitet), ätherische Obertongesänge (Nikeprelevic!), leidenschaftliche Kuss-Konzerte (die aus der Imitation des quietischigen KW-Wellensalates erwuchsen), ekstatische Vokalisen. (…) Alles ganz organisch, gegenwärtig, ein echtes, leidenschaftliches Spiel ohne Begrenzungen. (…) Bleibt nur zu hoffen, dass sich für die Zukunft auch noch solche Künstler finden … also, wenn eine Möglichkeit besteht, sollten Sie das Stück mit diesen Interpreten noch auf CD konservieren – obwohl hier die DVD vielleicht noch besser passt.
(POLE – Uni Köln, Georg Henkel, Musik an sich, 31.1. 2010)

„Über die Stärken der Partitiur hinaus entzückte die Präsenz und Professionalität der so verschiedenen Interpreten, die je für sich allein große Hallen füllen sollten, hier aber als polares Duo, in der Relationalität von junger, wunderschöner, expressiver Frau und älterem, vom Leben gezeichnetem, intellektuellem Mann von Beginn an ein elektrisches, elektrisierendes Spannungsfeld aufbauten. (…) Alles ist möglich und alles ist auch als Material, Struktur und Anweisung vorgegeben. Diesen integralen Widerspruch des menschlichen Lebens entfalten zwei begnadete Ausnahmekünstler: wunderbar!
(POLE – Uni Siegen, Deutsche Erstaufführung, Siegener Zeitung, 1.2.2010

“Ihre stimmlichen Fertigkeiten haben mich – salopp formuliert – einfach umgehauen. Die Disziplin, die man aufbringen muß, um sich solche eine vokale Ausdruckspalette aufzubauen, ist vermutlich enorm und verdient größte Bewunderung. Ich selbst bin seit einiger Zeit als Death-Metal-Sänger aktiv und beherrsche zumindest einigermaßen die Techniken des Vocal Fry, der False Cords und des Growling. Angesichts Ihrer Performance kann ich vor Neid allerdings nur erblassen.
(Pole Uni Köln, 30.1.10, Dr. M. Erbe Uni Köln)

„Natascha Nikeprelevic verzaubert die Sinne mit ihrer Kunst, und man meint es seien Elektroniker am Werk.“ (“allEin“, Museum für Völkerkunde Frankfurt, Michael Rieth, Frankfurter Rundschau, Sept. 2002)

„The stunning master Vetter and his provocative genius duo partner Natascha Nikeprelevic, but this cast is already worth the trip. But then the program! Who has ever heard communicate in overtones as accurately and simultaneously so flawless and intimately ? And again and again starting out into the adventure of strange transverbal art. What a vocal Encounter! Nowhere proves itself more understandable what Michael Vetter means when he speaks of the „afterlife“ of languages. “
(“DuO“, Ars Acustika, Berlin 1997, TAZ)

„…Der zweite Teil des Konzertes war eine Uraufführung. Stockhausens „POLE“ (1970) (…). Michael Vetter, schon damals als Interpret dabei, und seine unglaublich virtuose Duo-Partnerin Natascha Nikeprelevic präsentierten das witzige Stück für „Stimmen, Bewegung, Blockflöte, Signalinstrumente und Kurzwellenempfänger“ jetzt in seiner ganzen,gut eine Stunde dauernden Länge, neodadaistisch und fernöstlich angehaucht zugleich.“
(POLE, Konrad Rudolf Lienert, Tagesanzeiger Zürich, Nov. 2008)

„Michael Vetter e sa complice Natascha Nikeprelevic auront fait parler la musique: septante minutes durant, ils alignent les plus subtils effets sonores que la voix puisse produire. Sifflements combinés à la flûte douce, chant diphonique ou bel canto, râlements saccadés, rires dénaturés, séries de phonèmes répétées en boucle…L´épousrouflante panoplie des vocalistes relie des extrêmes.“
(POLE, Benjamin Ilschner, La liberté, Fribourg, Okt. 2008)

„Natascha Nikeprelevics jubelnde Obertonkaskaden basieren auf einem Grundton, der klingt, als sänge da auch noch ein Tenor, aber auch dies ist ihre Stimme, die weit von unten nach oben hoch reicht.“
(Joachim E. Berendt, 2001/Booklet der CD“Planetentöne“)

Natascha Nikeprelevic ließ die Grenzen zwischen Gesang, Sprache und Geräusch verschwimmen. Von singen über kieksen, gurren, lachen, brummen, nach Luft schnappen reizte die Sängerin die volle Bandbreite ihrer Stimmbänder aus und bezauberte, indem sie über einer gesungenen Melodie einen Klangteppich aus Obertönen entstehen ließ.“
(“allEin“ mit Lichtprojektion, D. Barsch, Eichstätter Kurier, Juni 2009)

„Ein Flüstern, Seufzen, ein Pfeifen, Hüsteln und Keuchen – keine Worte, aber recht lebendige Dialoge führten die zwei. (…) Ein Tanz, der sich über Stufen, Geländer und Kirchenbänke erstreckte. Dabei waren Stimme, Hände und Augen das elementare Instrumentarium, mit denen sie die Gäste in ihren Bann zogen.“
(Krefeld 1998, Westdeutsche Zeitung)

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